Der internationale Tag für seelische Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeführt. Er soll nicht zuletzt dazu dienen, das Thema „seelische Gesundheit“ in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zu rücken und eine Stigmatisierung von Menschen mit seelischer Erkrankung zu verhindern.
Mit dem diesjährigen Motto „Seelische Gesundheit und chronische Erkrankung: die Notwendigkeit von kontinuierlicher und integrierter Versorgung“ knüpft die WFMH an das Thema des Welttages für seelische Gesundheit 2009 an, bei dem es um seelische Gesundheit in der Primärversorgung ging.
Seelische Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens eines jeden Menschen. Viele Menschen leiden gleichzeitig an einer körperlichen und an einer seelischen Erkrankung. Dieses Jahr legt die WFMH den Schwerpunkt auf chronische seelische Erkrankungen.
Seelische Erkrankungen können körperliche Erkrankungen langfristig verschlimmern. Umgekehrt haben seelisch stabile Menschen bei somatischen Erkrankungen oft bessere Heilungschancen. Besonders im Bereich der chronischen Erkrankungen ist es von Bedeutung, eine kontinuierliche und integrierte Versorgung zu erhalten. Dies gelingt unter anderem durch ganzheitliche Ansätze bei der Behandlung.
Durch Früherkennung können nicht nur Kosten reduziert, sondern auch individuelle und soziale Folgen gemildert werden. Eine frühzeitige Behandlung bedeutet oft auch, dass die Betroffenen psychiatrische Hilfsangebote, die in Stuttgart wohnortnah angeboten werden, aufsuchen und ihr gewohntes Leben soweit wie möglich fortsetzen können.
In der Landeshauptstadt gibt es im Gemeindepsychiatrischen Verbund vielfältige Aktivitäten von ehrenamtlichen und bürgerschaftlich engagierten Helferinnen und Helfern und professionellen Diensten. Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, bemerkt dazu: „Der Gemeindepsychiatrische Verbund hat bundesweit von der Besuchskommission Gemeindepsychiatrie gute Noten bekommen. Diese Aktivitäten müssen fortgeführt und weiterentwickelt werden.“
Die Angebote von Psychiatrieerfahrenen, Bürgerhelfern, Angehörigen und Professionellen sind im Faltblatt „Nicht mehr isoliert“ mit dem aktuellen Programm zusammengefasst. Es ist beim Gesundheitsamt erhältlich, Heike Pedemonte, Telefon 216-5522, E-Mail heike.pedemonte@stuttgart.de.


