Legenden über „jenes Gewässer, mit dem wir Deutschen wie mit keinem anderen Heimatgefühle verbinden“, so Chefdirigent Gabriel Feltz. Am Donnerstag, 7. Oktober, um 20 Uhr dirigiert Feltz in der Liederhalle Richard Wagners Rheingold-Vorspiel, an welches die Uraufführung „The way down is the way up (II)“ des Leipziger Komponisten Bernd Franke (geboren 1959) anknüpft. Es folgen Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll mit der Pianistin Jasminka Stancul sowie Siegfrieds Rheinfahrt, der Trauermarsch und der Schlussgesang aus der „Götterdämmerung“ mit der Sopranistin Ricarda Merbeth als Brünnhilde.
Dem Wogen des Rheins und dem „unschuldigen“ Spiel der Rheintöchter mit den Wellen in Wagners „Rheingold“ hat Bernd Franke in „The way down is the way up (II)“ eine knappe Überleitung angehängt, um dann in vier sinfonisch konzipierten Sätzen das Wasser in Bewegung und die darin enthaltenen Gegensätze innen/außen und aufwärts/abwärts darzustellen. Der Titel des Stücks bezieht sich auf ein 2001 geschriebenes Sonett des englischen Lyrikers David Bengree-Jones, das Franke bereits 2002 als A-Capella-Stück vertont hatte. Frankes Vater war Jazzmusiker, der Großvater klassischer Musiker, er wuchs mit beiden Musikrichtungen harmonisch auf und arbeitet mit dieser Ganzheitlichkeit. Er ist auch beeinflusst von Studien in den USA unter anderem bei Leonard Bernstein, denen Studienreisen nach Südostasien und Indien folgten.
Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll mit seinen ungestümen und fast dämonischen Passagen leitet über zu Siegfrieds Rheinfahrt, einem Aufbruch in die Fremde, der letztlich ein (Trauer)-Marsch in den Tod wird. Brünnhilde nimmt im Schlussgesang der „Götterdämmerung“ diese tragischen Verwicklungen auf. Sie wird gesungen von Ricarda Merbeth, einer hoch gelobten Sieglinde und Gutrune, die mit ihrer warmen, ausdrucksstarken Stimme hier erstmals als Brünnhilde zu hören ist.


