Die Abbrucharbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs
haben am Mittwoch (25.07.2010) kurz vor 14.30 Uhr begonnen.
Hunderte Gegner
des Bauprojekts protestierten lautstark, skandierten Parolen gegen den Abriss,
schrien und pfiffen und forderten die Abbrucharbeiten zu stoppen.
Starke Polizeikräfte mussten den Bauzaun vor dem Nordflügel vor den
Demonstranten sichern.
Kurz vor 13.00 Uhr hatte die Polizei aus Sicherheitsgründen einen zweiten Zaun vor
dem bestehenden Bauzaun aufgestellt. Um Störungen zu vermeiden, sperrten
Einsatzkräfte beginnend am Nordausgang des Hauptbahnhofs den gesamten
Nordflügel ab. Demonstranten versuchten das Aufstellen des Zaunes mit
Sitzblockaden zu stören. 31 Personen wurden weggetragen. Eine Person, die
versuchte, über den Zaun zu steigen, wurde vorläufig festgenommen.
Mit den ersten Baggerbissen gingen zahlreiche Aktivisten vom Kurt-Georg-Kiesinger
Platz zur nahen Heilbronner Straße und blockierten die Fahrbahnen stadtauswärts.
In den folgenden Stunden bewegten sich Gruppen von Demonstranten über den
Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße zum Gebhardt-Müller-Platz und über die
Konrad-Adenauer-Straße zum Charlottenplatz, über die Friedrichstraße in Richtung
Rotebühlplatz und blockierten dort immer wieder den Verkehr. Autofahrer wurden
bereits mit Beginn der ersten Blockade über den Verkehrswarnfunk über die
Verkehrsstörungen in der Innenstadt informiert, die Polizei sperrte vorsichtshalber die
Zufahrten zum Hauptbahnhof und zur Innenstadt und leitete den Verkehr ab.
Trotzdem kam es in der Stadt und auf den Haupteinfallstraßen zu massiven
Verkehrsbehinderungen und Rückstaus für den Individual- und öffentlichen Verkehr.
Stand: 25.08.2010, 17.00 Uhr